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Badener Basketball-Frauen zurück im Oberhaus

Baden war lange Zeit eine Hochburg des Basketballs in der Deutschschweiz. Doch die

letzten Jahre mussten die Teams von «Baden Basket 54» etwas kleinerer Brötchen backen.


Hinten (v.l.): Ivana Ilieva (Team-Managerin), Sabrina Eisenring, Zeljka Nedovic, Tijana Djukic, Alexandra Vollmeier, Louisa Fröhlich, Chantal Küry, Huu Huy Hoang (Physiotherapeut). Vorne (v.l.): Fiona Wyss, Zuzana Egedova, Cinzia Tomezzoli, Danijel Brankovic (Coach), Antoinette Thompson, Cinzia Ferrari, Ana Volk.


Die Basketballerinnen aus Baden waren ein Vierteljahrhundert in der obersten Liga. Die Männer spielten in der Nationalliga B und verpassten den Sprung ins Oberhaus nur knapp. Der neue Name «Baden Basket 54» verbindet die Tradition und die Wurzeln mit der Gegenwart: 1954 haben BBC-Arbeiter den Verein gegründet und die Ziffer steht auch für die Postleitzahl der Stadt Baden. Seit dieser Saison greifen die Badenerinnen wieder ganz oben an. In der Nationalliga B belegten sie den zweiten Rang, trotzdem konnten sie aufsteigen. Die Rückkehr wurde von langer Hand vorbereitet, denn der Schritt ist auf und neben dem Parkett gross. Der vor vier Jahren für das Projekt verpflichtete Cheftrainer wurde nicht geholt, um einfach mitzuspielen, sondern um oben mithalten zu können. Für das Aushängeschild von «Baden Basket 54» wurden zwei Profispielerinnen engagiert, welche das Team auf der Platte weiterbringen sollen und zudem wurden weitere Akteurinnen in der gesamten Deutschschweiz in die Bäderstadt gelotst. Aber auch daneben muss der Verein wieder wachsen: So wurde ein Crowdfunding organisiert, das über 33'000 Franken einbrachte. «In der NLB ist es schwierig Sponsoren zu finden», weiss Cinzia Ferrari aus eigener Erfahrung. Sie hat wie einige andere im Verein eine Doppelrolle: zum einen geht sie im Fanionteam auf Punktejagd, zum anderen arbeitet sie im Vorstand mit. Etwas einfacher macht dies der Umstand, dass sie an der Kantonsschule in Baden unterrichtet, wo ein grosser Teil der Trainings stattfinden.


Team muss zusammenwachsen

Dass das neue Team in der Liga zuerst zusammenwachsen und ankommen muss, war allen beteiligten Akteuren klar. Denn die Veränderungen sind praktisch überall spürbar: «Die Partien sind schneller und taktischer geprägt, die Spielerinnen individuell besser», analysiert Ferrari nach den ersten Partien im Oberhaus. Die Umstellung ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Doch der Auftakt ist vielversprechend, bereits in der dritten Partie gelang der erste Sieg. Hilfreich ist, dass der Verein in den letzten Jahren wieder gewachsen ist und über 350 Aktivmitglieder zählt. Das Budget für die erste Mannschaft beträgt jetzt 110'000 Franken. Der Mehraufwand für die oberste Liga beläuft sich auf rund 70'000 Franken. Aber das Projekt ist längerfristig angelegt, denn selbst wenn die Badenerinnen den letzten Platz belegen würden, dann müssten sie nicht absteigen. Doch der Start lässt darauf hoffen, dass dieses Szenario gar nicht nötig wird. Und vielleicht kann wieder zu einer Ära angesetzt werden, als die Badenerinnen während 25 Jahren in der höchsten Liga auf Punktejagd gingen.

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