«Ich bin nicht der ängstlicheTyp»


Tanja Grandits ist in der Schweiz die erste Köchin mit 19 Punkten im Gault Millau. Die 50-jährige Chefin des Basler Restaurants Stucki spricht über Selbstvertrauen, ihre aussergewöhnliche Küche und sie verrät, weshalb sie am Unterarm ein Fenchel-Tattoo trägt.


Wie geht es Ihnen?

Tanja Grandits: Mir geht es gut, wir sind intensiv am Arbeiten. Wir führen ein Take-away, unser Feinkostladen hat geöffnet, wir kreieren neue Produkte, realisieren Ideen, für die es in den letzten Jahren keinen Platz und keine Zeit gab. Ich mag nicht jeden Tag jammern, ich versuche, alles positiv zu sehen. Unsere Branche ist aktuell in einer Perspektivlosigkeit gefangen, es ist wirklich keine lustige Zeit. Umso wichtiger ist es, sich sein eigenes kleines Universum zu schaffen.


Wie passen ein Sternerestaurant und Take-away zusammen?

Natürlich ist das nicht im Sterne-Umfang möglich. Es gelten aber die gleichen Standards, wir verwenden beste Produkte und stellen geschmacklich sehr hochstehende Menüs her. Wir verkaufen sie kalt, der Kunde wärmt sie auf, unser Take-away ist sehr gefragt.


Der Feinkostladen ist seit Februar wieder geöffnet. Welche Bedeutung hat er im Gesamtbetrieb?

Eine sehr wichtige. Wir verkaufen hier viele Produkte des täglichen Lebens. Jene Menschen, die nicht essen kommen, weil sie das Restaurant für abgehoben halten, finden über den Laden den Zugang zu uns und merken: Wir sind voller Freuden und Köstlichkeiten, die sich jeder leisten kann. Der Laden ist zu einem kleinen Begegnungsort geworden, nach der Wiedereröffnung schenkten uns die Menschen Blumen und Karten, worauf stand, dass das Leben mit uns schöner sei.


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