Donut-Ökonomie
- 30. März
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Die Donut-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das von der britischen Ökonomin Kate Raworth entwickelt wurde. Es beschreibt, wie eine Wirtschaft funktionieren sollte, damit alle Menschen gut leben können, ohne die ökologischen Grenzen der Erde zu überschreiten.

Die Donut-Ökonomie nimmt das Konzept der planetaren und sozialen Grenzen als Ausgangspunkt. Sollen negative Folgen wie Klimawandel und der Verlust der Artenvielfalt vermieden werden, dürfen die planetaren Grenzen nicht überschritten werden. Das Modell stellt die Wirtschaft als Donut (Ring) dar:
Innerer Ring – soziale Grundlage
Hier geht es um grundlegende Bedürfnisse der Menschen (Bildung, Gesundheit, Frieden oder soziale Gerechtigkeit). Wenn wir unter diese Grenze fallen, entstehen soziale Probleme.
Äusserer Ring – ökologische Grenze
Das sind die Belastungsgrenzen unseres Planeten. Wenn wir darüber hinausgehen, schädigen wir die Umwelt (Luftverschmutzung, Klimawandel, Verlust an Biodiversität oder Versauerung der Ozeane).
Der ideale Bereich liegt dazwischen – im «Teig» des Donuts. Dort werden alle Bedürfnisse erfüllt, ohne die Erde zu überlasten.
Ökonomische Prioritäten wie ein kontinuierliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes sollen mit ökologischen und sozialen Indikatoren erweitert und damit das menschliche Wohlergehen gefördert werden. Die Donut-Ökonomie kombiniert soziale Mindeststandards und ökologische Grenzen, womit ein ganzheitlicher Blick auf die Wirtschaft entsteht.

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