Vorsorge braucht Analyse, Struktur und Weitblick
- 1. Apr.
- 4 Min. Lesezeit
Die Herausforderungen im Schweizer Vorsorgesystem nehmen zu. AHV und Pensionskassen geraten unter Druck, die Lebenserwartung steigt. Umso wichtiger wird die private Vorsorge. Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg unterstützt ihre Kundinnen und Kunden mit ganzheitlicher Planung über alle drei Säulen hinweg – strukturiert, individuell und mit klarem Fokus auf langfristige Stabilität.
Das Schweizer Drei-Säulen-System bildet das Fundament der Altersvorsorge. Die 1. Säule (AHV) sichert das Existenzminimum, die 2. Säule (berufliche Vorsorge) soll den gewohnten Lebensstandard teilweise erhalten. Doch sinkende Umwandlungssätze, Reformdiskussionen und die demografische Entwicklung führen dazu, dass bei vielen Personen im Alter eine Einkommenslücke entsteht. Steigende Lebenserwartung, Teilzeitarbeit oder Erwerbsunterbrüche verschärfen diese Situation zusätzlich. Die private Vorsorge – insbesondere die Säule 3a – bietet die Möglichkeit, gezielt Kapital aufzubauen und gleichzeitig von steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Sie schafft finanzielle Unabhängigkeit und Flexibilität und gewinnt dadurch strategisch an Bedeutung. Sie ermöglicht es also, steuerbegünstigt Kapital aufzubauen und die individuelle Vorsorgesituation aktiv zu gestalten. Genau hier setzt die Raiffeisenbank Lägern-Baregg an: mit einer systematischen Analyse der persönlichen Ausgangslage, verbunden mit den Zielen und Wünschen jedes Einzelnen und einer darauf abgestimmten Lösung.

Oliver Ivljanin (links), Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg und das Vorsorge-Team (von links): Rahel von Niederhäusern, Jennifer D`Amico und Karin Strebel.
Vorsorge bedeutet auch Planungssicherheit
Vorsorge ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern auch des Schutzes bei Invalidität oder im Todesfall. Eine gute Planung gibt Sicherheit – für einen selbst und für die Familie. Zudem schafft sie Ruhe im Alltag. Wer weiss, dass er oder sie aktiv für die Zukunft vorsorgt, trifft finanzielle Entscheidungen bewusster.
Ganzheitliche Beratung statt isolierte Produktwahl
Vorsorge ist kein Einzelprodukt, sondern ein Gesamtkonzept. Eine fundierte Planung berücksichtigt:
• Erwartete Leistungen aus AHV und Pensionskasse
• Mögliche Einkommenslücken im Alter
• Absicherung bei Invalidität oder Todesfall
• Steueroptimierung
• Persönliche Ziele wie Wohneigentum und Tragbarkeit über die Pensionierung hinaus
• Vergleich verschiedener Pensionsmodelle
Auf dieser Basis werden passende Lösungen definiert.
Der Einfluss von Zeit und Rendite
Wie stark sich Anlagehorizont und Rendite auf das Vorsorgekapital auswirken, zeigen die Abbildungen 1 und 2 eindrücklich. Wer beispielsweise ab 35 Jahren monatlich CHF 300 in die Säule 3a einzahlt (CHF 3'600 pro Jahr) und dies bis 65 fortführt, baut über 30 Jahre ein deutlich höheres Kapital auf als jemand, der erst mit 45 Jahren beginnt und nur 20 Jahre einzahlt. Zusätzlich wird sichtbar: Bereits wenige Prozentpunkte Renditeunterschied führen langfristig zu mehr Endkapital. Der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung insbesondere bei längeren Laufzeiten und bei Anlagen mit Wertschriftenanteil. Die zentrale Erkenntnis lautet daher: Früh beginnen schafft Spielraum. Doch auch ein späterer Start verbessert die Situation substanziell – entscheidend ist, dass überhaupt gehandelt wird. Hier geht's zum interaktiven Rechner.

Abbildung 1 (links) Einzahlungen von 300 CHF monatlich (3´600 CHF jährlich) mit einem Anlagehorizont von 30 Jahren. Abbildung 2 (rechts): Einzahlungen von 300 CHF monatlich (3'600 CHF jährlich) mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren. Alle Beträge in CHF. Prozentangabe entspricht der erwarteten Rendite.
Strategische Ausrichtung in einem anspruchsvollen Umfeld
«Angesichts der strukturellen Entwicklungen empfehlen wir eine aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Vorsorgeplanung», so Oliver Ivljanin, Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung bei der Raiffeisenbank Lägern-Baregg. Dazu gehören:
• Regelmässige Einzahlungen in die Säule 3a
• Prüfung von Wertschriftenlösungen bei langfristigem Anlagehorizont
• Gezielte Einkäufe in die Pensionskasse, wo sinnvoll
• Periodische Überprüfung der gewählten Strategie
Wer ausschliesslich auf eine Kontolösung setzt, verzichtet bei langer Laufzeit unter Umständen auf Renditepotenzial. Zudem soll die Anlagestrategie stets zur individuellen Risikofähigkeit passen.
Nachhaltigkeit als Bestandteil der Vorsorge
Nachhaltige Anlagen spielen auch in der privaten Vorsorge eine zunehmende Rolle. Viele Vorsorgelösungen integrieren ESG-Kriterien und berücksichtigen ökologische, soziale sowie unternehmensbezogene Faktoren. Damit wird neben der finanziellen Rendite auch langfristige Stabilität angestrebt – ein Aspekt, der gerade bei Vorsorgegeldern mit mehrjährigem Anlagehorizont an Bedeutung gewinnt.
Digital und persönlich zugleich
Die 3a-Lösungen lassen sich heute digital eröffnen und verwalten. Einzahlungen, Dokumente und Anpassungen sind über E-Banking zugänglich. Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung zentraler Bestandteil der Vorsorgeplanung. Komplexe Fragestellungen – etwa rund um Pensionierungsmodelle oder Steueroptimierung – erfordern individuelle Begleitung und nicht selten macht auch eine regelmässige Überprüfung Sinn.
Typische Fehler vermeiden
In der Praxis zeigen sich wiederkehrende Muster: Vorsorge wird aufgeschoben, die Gesamtsituation wird nicht zusammen mit dafür ausgebildetem Fachpersonal analysiert oder die Strategie über Jahre nicht überprüft. Ebenso häufig wird das Renditepotenzial bei langen Laufzeiten unterschätzt. «Insgesamt schafft eine strukturierte Planung die nötige Transparenz, reduziert dazu die Risiken und mit einer frühzeitigen, durchdachten Strategie über alle drei Säulen hinweg lassen sich finanzielle Spielräume sichern und Vorsorgelücken gezielt schliessen», so Oliver Ivljanin weiter.
«Ich hätte früher anfangen sollen» – ein häufiger Gedanke
Viele Menschen glauben, sie hätten den idealen Zeitpunkt verpasst. Vielleicht mit 25 Jahren, vielleicht mit 30. Doch Vorsorge ist kein Alles-oder-Nichts-Prinzip. Jeder Beitrag zählt. Wer mit 45 oder 50 Jahren beginnt, kann immer noch aktiv gegensteuern:
• Durch eine klare Budgetplanung und gezielte Anlagestrategien
• Durch regelmässige Einzahlungen in die Säule 3a
• Durch freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse
• Analyse der Vermögenswerte und Schulden
Selbst kleinere Beträge können über mehrere Jahre hinweg einen spürbaren Unterschied machen. Es geht nicht darum, alles sofort perfekt zu machen, sondern es ist wichtig, den ersten Schritt zu wagen – sei es für ein Beratungsgespräch, die Eröffnung eines 3a-Kontos oder eine Standortbestimmung der eigenen Finanzen. Denn am Ende zählt nicht, wann man beginnt – sondern dass man beginnt.
Haben Sie Fragen zum Thema? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns für einen unverbindlichen Gesprächstermin unter www.raiffeisen.ch/laegern-baregg/termin. Wir freuen uns auf Sie!

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